Die Anwendungen von Motorrad-Batterien sind in der Regel saisonal begrenzt,
das heißt, die Batterien werden über die Wintermonate nicht genutzt. Damit die
Batterien auch nach der Winterpause wieder ihre volle Leistung bringen, müssen
die nachstehenden Hinweise beachtet werden:
Vor der Einwinterung eines Motorrades muss die Batterie zu 100% voll geladen
werden. (Kontrolle durch Säureheber Säuredichte = 1,28 g/ml).
Bei MF-Batterien (AGM-Batterie / LF-Batterie) ist das Messen der Säuredichte
nicht möglich (Verschlussleiste). Diese darf auch nicht wieder geöffnet werden.
Hier ist der Ladezustand durch messen der Spannung unter Last festzustellen. Die
MF-Batterie ist ein Calzium -System und kommt mit 1x Aufladung durch den
Winter.
Bei der “normalen Batterie” (Standardbatterie mit Stopfen) handelt es sich um
Antimon-Batterie. Diese muss alle 2- 3 Monate nachgeladen werden, damit sie
schadlos den Winter übersteht. (Kontrolle Säuredichtemessung = 1,28 g/ml).
Werden Motorrad-Batterien vor der “Winterpause´´ nicht voll geladen und auch
während der Wintermonate in den oben genannten Zeitabständen nicht nachgeladen,
sulfatieren die Batterien während der Standzeit in allen Zellen. Dies ist ein
deutliches Zeichen mangelnder Pflege und führt zum Ausfall der Batterie. Bei der
Sulfatierung geht die Säure in die Platten und sieht zunächst schmierig grau
aus. Sie kristallisiert dann aus, dies führt zu Kurzschlüssen. Dieser Zustand
ist an der hellen Sulfatschicht an den Oberkanten der Platten zu erkennen
Die Sulfatierung kann vermieden werden, indem die Batterie vor dem
Winterlager vollgeladen wird. Im Laufe des Winterlagers ist eine Nachladung nach
spätestens 3 Monaten notwendig. Hier ist der Ladezustand, in der sich die
Batterie befindet, nicht maßgebend.
Verbleibt die Batterie während der Winterlagerung im Motorrad, sollte in
jedem Fall der Minuspol vom Fahrzeug abgeklemmt werden.
Wir empfehlen ein Ladeerhaltungsgerät zu verwenden.
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